Referenzbereich für Neugeborene innerhalb der ersten 24 Lebensstunden: < 66.5 ng/l
< 7
Material
Heparin-Plasma
Probengefäß
Lithium-Heparinat-Monovette
Probenvolumen
2.5 ml
LOINC
26881-3
Präanalytik
Instabiler Analyt. Kühl lagern. Messung muss innerhalb von 4h nach Blutentnahme erfolgen.
Interpretation der Ergebnisse
IL-6 ist ein pleiotropes Zytokin mit einem breiten Spektrum an Funktionen. Die IL-6-Produktion wird bei akuten Entzündungsreaktionen im Zusammenhang mit Verletzungen,Traumata, Stress, Infektionen, Hirntod, Neoplasien, wie auch in anderen Situationen umgehend in Gang gesetzt. Bei Traumapatienten können IL-6-Konzentrationen spätere Komplikationen durch zusätzlichen operativen Stress prognostizieren oder auf nicht erkannte Verletzungen bzw. Komplikationen hinweisen. Sequentielle IL-6-Messungen im Serum und Plasma von Intensivpatienten haben sich bei der Evaluierung des Schweregrads von SIRS (Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom), Sepsis und septischem Schock und zur Vorhersage des Krankheitsverlaufes dieser Patienten alshilfreich erwiesen. IL-6 ist außerdem zur Früherkennung neonataler Sepsis dienlich und spielt zudem eine Rolle bei chronischen Entzündungen wie z. B. Rheumatoider Arthritis(RA). Indikation: Diagnose und Verlaufsbeurteilung von Akute-Phase-Reaktionen, insbesondere Prognoseparameter bei Sepsis, Trauma und Herzoperationen. Beurteilung: IL-6 wird durch erhöhte Monozyten- bzw. Makrophagenaktivität gebildet (Anstieg nach 6 Stunden). IL-6 steuert die Bildungsrate weiterer Entzündungsparameter (CRP), deren Anstieg bzw. Abfall mit einer etwa 24-stündigen Verzögerung gemessen werden kann. Einen besonderen Stellenwert hat IL-6 in der Frühdiagnose der neonatalen Sepsis.