α-Neurexin-AK i.L.

Verfahren ind. Immunfluoreszenz
Referenz-/Therapeutischer Bereich negativ
Material Liquor
Probengefäß Sonstiges
Probenvolumen 1 ml
Präanalytik Artfizielle Blutbeimengung vermeiden, ggfs. letzte Liquorportion verwenden, nachdem Liquor klar geworden ist. Versand kann bei Raumtemperatur in bruchgeschützten Transportbehältern und entsprechender Umverpackung erfolgen.
Stör- und Einflussgrößen Artifizielle Blutbeimengung kann falsch hohe Liquortiter vortäuschen.
Interpretation der Ergebnisse Die Untersuchung erfolgt mittels indirekter Immunfluoreszenz auf transfizierten HEK293T-Zellen, welche das humane Alpha-Neurexin-Transkript exprimieren. Dieses wird mit Serum in einer Einstiegsverdünnung von 1:40 und Liquor von 1:2 über Nacht inkubiert und mit fluoreszierenden, anti-Humanem IgG (H+L) Sekundärantikörpern detektiert. Es erfolgt eine Gegenfärbung mit monoklonalen Alpha-Neurexin-Antikörpern. Gegebenenfalls erfolgt die Bestimmung der letzten noch positiven Verdünnung (Titer). ###Eine Indikation zur Testung besteht bei bisher seronegativen, autoimmunen Enzephalitiden, die beste Sensitivität und Spezifität besteht bei Testung von Serum und Liquor. Es sind bisher nur wenige Patienten beschrieben, diese hatten meist ein fulminantes Krankheitsbild ähnlich einer anti-NMDAR Enzephalitis. Bei Alpha-Neurexin-AK positiven Befunden im Liquor und Serum besteht eine gesicherte AlphaNeurexin-AK-assoziierte autoimmune Ennzephalitis. Die Tumorassoziation ist unklar, ein paraneoplastisches auftreten kann nicht ausgeschlossen werden und sollte untersucht werden. Der Nachweis eines niedrigen Titers (≤1:80) nur im Serum ohne Nachweis im Liquor und ohne passenden Befund in der Rattenhirn-IHC (Neuropil-AK) kann unspezifisch sein (falsch-positiv). Die Testung erfolgt mit einem selbst entwickeltem , nicht akkreditiertem Testsystem.
Interne Laborbezeichnung neurexakl
Qualitätsmanagement-Status nicht akkreditiert
letzte Änderung 01.02.2026 05:03