| Interpretation der Ergebnisse |
Die Untersuchung erfolgt mittels indirekter Immunfluoreszenz auf transfizierten HEK293T-Zellen, welche humane GABA(A) Rezeptor Untereinheiten exprimieren. Diese Zellen werden vital und nicht-permeabilisiert (live CBA) mit Serum in einer Einstiegsverdünnung von 1:40 und Liquor von 1:2 über Nacht inkubiert und mit fluoreszierenden, anti-Humanem IgG (H+L) Sekundärantikörpern detektiert. Es erfolgt eine Gegenfärbung mit monoklonalen GABA(A)R-Antikörpern. Gegebenenfalls erfolgt die Bestimmung der letzten noch positiven Verdünnung (Titer). ###Eine Indikation zur Testung besteht bei bisher seronegativen, autoimmunen Enzephalitiden und Status epilepticus insbesondere bei Kindern, die beste Sensitivität und Spezifität besteht bei Testung von Serum und Liquor. Es sind bisher nur wenige Patienten beschrieben, diese hatten meist ein fulminantes Krankheitsbild oft mit dominanten epileptisc hen Syndromen bis zum Status epilepticus. Bei GABA(A) Rezeptor-AK positiven Befunden im Liquor und Serum besteht eine gesicherte GABA(A) Rezeptor-AK-assoziierte autoimmune Enzephalitis. Die Tumorassoziation ist unklar, ein paraneoplastisches Auftreten kann nicht ausgeschlossen werden und sollte untersucht werden. Der Nachweis eines niedrigen Titers (≤1:80) nur im Serum ohne Nachweis im Liquor und ohne passenden Befund in der Rattenhirn-IHC (Neuropil-AK) kann unspezifisch sein (falsch-positiv). Die Testung erfolgt mit einem selbst entwickeltem , nicht akkreditierten Testsystem. |