| Interpretation der Ergebnisse |
Der Nachweis von Anti-DNase-B Antikörpern (zusammen mit Anti-Streptolysin O Antikörpern) ist sinnvoll bei Verdacht auf eine Streptokokken-Folgeerkrankung, zum Nachweis einer vorangegangenen S. pyogenes Infektion. Zu den Streptokokken-Folgeerkrankungen zählen das akute rheumatische Fieber (ARF), die akute Glomerulonephritis (AGN) sowie neurologisch bedingte Bewegungsstörungen. Die Anti-DNase-B Antikörper steigen eine Woche nach Infektion an, das Maximum wird in der 6.-8.-Woche nach Infektion erreicht. Idealerweise wird der Antikörper-Titerverlauf bestimmt (während der akuten Phase der Erkrankung und 2-4 Wochen später). Ein vierfacher Titeranstieg ist als starker Hinweis für eine vergangene Streptokokken-Infektion zu werten. Sollte nur eine Messung zur Verfügung stehen, ist ein Titer oberhalb des Referenzbereichs ebenso als Hinweis für eine vorangegangene S.pyogenes Infektion zu werten. |