Bilirub., dir. im Heparin-Plasma (µmol/l)

Verfahren Photometrisch
Einheit µmol/l
Alternative Messeinheit mg/dl
Referenz-/Therapeutischer Bereich < 3.41
Material Heparin-Plasma
Probengefäß Lithium-Heparinat-Monovette
Probenvolumen 2.5 ml
LOINC 14629-0
Präanalytik Bilirubin erniedrigt: Licht bewirkt Bilirubinabbau von 30 %/Std.
Proben vor Lichteinfluss schützen!. Bei Hämolyse falsch niedrige Bilirubinwerte.
Stör- und Einflussgrößen s. Bilirubin, ges.: Ab Gesamtbilirubin > 34 µmol/l Bestimmung von direktem Bilirubin indiziert.
Interpretation der Ergebnisse Das konjugierte (direkte) Bilirubin liegt im Plasma an Glucuronsäure gebunden vor. Die Bestimmung dient der Differentialdiagnostik der Ikterusformen. Ein Anteil von weniger als 20% am Gesamtbilirubin deutet auf eine prähepatische Ursache des Ikterus hin, während bei hepatischer oder posthepatischer Gelbsucht der Anteil mehr als 50% betragen kann.
Bilirubin, ges. erhöht: Indirekte Hyperbilirubinämie, < 20% des Gesamtbilirubins als direktes Hyperbilirubin bei Hämolyse, Rhabdomyolyse, Verbrennungen, Neugeborenenikterus (CAVE: Spezielle Normwerte). Indirekt betonte Hyperbilirubinämie mit >20% und <50% Anteil direktem Bilirubin bei intrahepatischem Ikterus bei Hepatitis, Leberzirrhose, Intoxikationen (Alkohol, Drogen, Aflatoxine), Salmonellose, Cholangitis und genetisch-bedingt bei M. Gilbert, Crigler-Najjar-Syndrom, Dubin-Johnson-Syndrom, Rotor-Syndrom. Direkt betonte Hyperbilirubinämie mit > 50% direktem Anteil, in der Regel bei Verschlussikterus durch Cholelithiasis, Pankreas-, Gallengangskarzinom.
Quellen/Referenzen https://www.labor-und-diagnose-2020.de/
Interne Laborbezeichnung dbilh
Qualitätsmanagement-Status akkreditiert
letzte Änderung 26.10.2025 04:03