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| Verfahren | Immunturbidimetrie |
| Einheit | µg/l |
| Alternative Messeinheit | ng/ml |
| Referenz-/Therapeutischer Bereich | < 15 |
| Material | Liquor |
| Probengefäß | Sonstiges |
| Probenvolumen | 1 ml |
| Interpretation der Ergebnisse | Mit Hämoglobinabbau im Liquorraum wird überschüssiges Eisen in seiner Speicherformen (Ferritin und Hämosiderin) überführt. Die Ferritin-Erhöhung ist ca. 8 Stunden nach subarachnoidaler Blutung (SAB) nachweisbar und steigt deutlich spätestens nach 3-4 Tage an. Das Ferritin kann zusätzliche diagnostische Information vor allem bei dem Verdacht auf CT-negative SAB und Liquorxanthochromie liefern. Indikation: Verdacht auf eine SAB. Beurteilung: Bei einem Grenzwert von 15 ng/ml weißt die Ferritin-Erhöhung mit einer Sensitivität von ca. 98 % und Spezifität von 95 % in der Abgrenzung gegenüber artifiziellen Blutbeimengung und anderen Kopfschmerzsyndromen auf SAB hin. Erhöhte Werte können aber auch bei Meningitis, Meningeosis carnomatosa, Schrankenstörung gefunden werden. Die Ferritinerhöhung bleibt über Monate hinweg nach einer SAB nachweisbar. |
| Quellen/Referenzen | Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie - Lumbalpunktion und Liquordiagnostik, Version 25.07.2019 |
| Interne Laborbezeichnung | ferl |
| Qualitätsmanagement-Status | nicht akkreditiert |
| letzte Änderung | 26.10.2025 04:05 |