Ro Ak, quant.

Verfahren Enzymimmunoassay
Einheit U/ml
Referenz-/Therapeutischer Bereich
AlterReferenzbereichKommentar
≤ nach oben offen< 15
Wegen fehlender Altersangabe ist keine Angabe eines Referenzbereichs möglich. Altersspezifische Werte können ggf. dem Leistungsverzeichnis auf der Homepage unseres Instituts (https://www.uksh.de/klinische-chemie/) entnommen werden.
Material Serum
Probengefäß Serum-Monovette
Probenvolumen 4 ml
Interpretation der Ergebnisse Autoantikörper gegen Ro60 (SS-A) werden vorwiegend bei Patienten mit Sjögren-Syndrom gefunden (Prävalenz: 40-95%). Sie treten außerdem bei Patienten mit SLE auf (20-60%) und fungieren als diagnostische Marker des subakut kutanen Lupus erythematodes (70-90%). Darüber hinaus sind Antikörper gegen Ro60 (SS-A) mit einer Prävalenz von nahezu 100% bei neonatalem Lupus erythematodes nachweisbar. Sie werden diaplazentar übertragen und können bei Neugeborenen einen kongenitalen Herzblock verursachen. Sie werden zu den antinukleären Autoantikörpern (ANA) gezählt, daher erfolgt als Suchtest die indirekte Immunfluoreszenztestung (IFT) auf dem Substrat HEp-2-Zellen. Hierbei ist das für Autoantikörper gegen Ro60 typische Fluoreszenzmuster fein gesprenkelt (AC-4). Ro60 ist als Zielantigen im stets parallel durchgeführten ANA-Screen-ELISA enthalten. Sobald dieser positiv ausfällt, wird automatisch das ANA-Profil nachgemeldet, mittels dessen das Vorliegen der Autoantikörper gegen Ro60 im Immunoblot bestätigt werden kann. Weiterhin ist sowohl der ANA-Profil-Immunoblot als auch der quantitative Nachweis von Autoantikörpern gegen Ro52 mittels ELISA auch separat anforderbar. ###Eine Untersuchung auf Autoantikörper gegen Ro60 ist indiziert bei V.a. eine systemische Kollagenose, insbesondere einem Sjögen-Syndrom.
Quellen/Referenzen Gressner AM, Arndt T. Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik. Springer-Verlag; 2013.
Interne Laborbezeichnung ro6052qaks
Qualitätsmanagement-Status akkreditiert
letzte Änderung 26.10.2025 04:17