CMV IgG AK

Synonyme Cytomegalievirus, humanes Herpesvirus 5, HHV-5
Verfahren ECLIA
Material Serum
Probengefäß Serum-Monovette
Probenvolumen 4 ml
LOINC 13949-3
Präanalytik Bei der Präanalytik sind keine Besonderheiten zu beachten.
Interpretation der Ergebnisse Indikation:
- Infektionsstatus (latente Infektion): IgG im Serum
- V.a. akute CMV-Infektion (Primärinfektion): IgM, IgG im Serum, eventuell Bestimmung der IgG-Avidität
- V.a. Reaktivierung einer latenten CMV-Infektion: IgG, IgM im Serum, eventuell Bestimmung der IgG-Avidität, zusätzlich Virusnachweis mittels quantitativer PCR

Befundinterpretation:
- CMV-Primärinfektion:
- (hoch) positive CMV-IgM-Antikörpern zusammen mit niedrig-aviden CMV-IgG-Antikörpern
- Serokonversion der CMV-IgG-Antikörper aus wiederholt abgenommener Blutprobe, die im Abstand von ca. 14 Tagen entnommen wurde
- latente Infektion: CMV-IgG-Antikörper positiv, CMV-IgM-Antikörper positiv/negativ, Reaktivierung möglich
- Reaktivierung: mind. 4-facher Titeranstieg der CMV-IgG-Antikörper, hohe Avidität der CMV-IgG-Antikörper, CMV-IgM-Antikörper positiv/negativ, positiver Virusnachweis

Allgemein gilt, dass die Interpretation der Ergebnisse serologischer Diagnostik nur im Zusammenhang mit dem klinischen Bild erfolgen kann. Kreuzreaktionen zu anderen Herpesviren müssen ebenso beachtet werden, wie z. B. eine polyklonale Stimulierung bei akuten Epstein-Barr-Virus-Infektionen. Der Nachweis von IgG-Antikörpern oder ansteigende CMV-IgG-Antikörperkonzentrationen können zudem auch iatrogen durch Hyperimmunglobulingabe verursacht werden.
Quellen/Referenzen MiQ 35b (2016) Infektionsimmunologische Methoden
RKI-Ratgeber - Zytomegalievirus-Infektion
Interne Laborbezeichnung cmvgaks
Qualitätsmanagement-Status akkreditiert
Patientenvorbereitung Bei Patienten unter Therapie mit hohen Biotin-Dosen (> 5 mg/Tag) sollte die Probenentnahme mindestens 8 Stunden nach der letzten Applikation erfolgen.
letzte Änderung 26.10.2025 04:04