PSA, freies im Heparin-Plasma (µg/l)

Synonyme FPSA
Verfahren ECLIA
Einheit µg/l
Material Heparin-Plasma
Probengefäß Lithium-Heparinat-Monovette
Probenvolumen 2.5 ml
LOINC 83113-1
Präanalytik Blutentnahme ca. 1 - 2 Tage nach rektalem Ultraschall, rektaler digitaler Untersuchung, Radfahren, Ejakulation; ca. 3 - 4 Tage nach Prostatamassage; ca. 2 Wochen nach Prostata-Nadelbiopsie. Probe gekühlt oder tiefgefroren lagern, Probenstabilität ab Blutentnahme 24 Std.
Stör- und Einflussgrößen Einflussgrößen: Es ist bekannt, dass PSA-Isoformen auftreten, die von den einzelnen PSA Tests unterschiedlich gemessen werden.
Interpretation der Ergebnisse Die alleinige Bestimmung des freien PSA erbringt keinen diagnostischen Gewinn. Erst der Quotient FPSA/TPSA steigert die Trennschärfe zwischen benigner Prostatahyperplasie und Prostatakarzinom.
Das freie PSA wird nach der Interdisziplinären Leitlinie zur Früherkennung, Diagnose und Therapie des Prostatakarzinoms (2014) nur als hilfreich bei Patienten mit einer Prostatavergrößerung und > 4,0 µg/l PSA, ges. angesehen. Patienten mit einem Quotienten aus freiem und PSA, ges. > 25% haben ein geringes Risiko für ein klinisch behandlungsbedürftiges Prostatakarzinom. Das Risiko nimmt mit der Abnahme des Quotienten sukzessive zu.
Hinweis: FPSA darf nur zusammen mit Gesamt-PSA für die Ermittlung des QuotientenF/TPSA verwendet werden.
Quellen/Referenzen Leitlinienprogramm Onkologie, Früherkennung von Prostatakrebs, Deutsche Krebsgesellschaft/ Deutsche Krebshilfe/AWMF, 2. Auflage 2015
Interne Laborbezeichnung fpsah
Qualitätsmanagement-Status akkreditiert
letzte Änderung 26.10.2025 04:17