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| Synonyme | Oraler Glucoe-Toleranztest |
| Material | ohne Material |
| Probengefäß | ohne Material |
| Präanalytik | 1. Blutentnahme zur Bestättigung des basal Wertes(0 min.) von Glucose, Insulin und C-Peptid.. 2. Trinken einer 75 g Kohlenhydratlösung (Glucose gelöst in 300 ml Wasser; Kinder: 1,5 g pro kg Körpergewicht oder 45 g/m2 Körperoberfläche, maximal 5 g) innerhalb von 5 min. 3. Erneute Blutentnahme nach einer Stunde zur Bestättigung von Glucose, Insulin und C-Peptid. 4. Weitere Blutentnahme nach 2 Stunden zur Bestättigung von Glucose, Insulin und C-Peptid. |
| Stör- und Einflussgrößen | Siehe Glucose. Kontraindikationen: Bei interkurrenten Erkrankungen einhergehend mit Fieber, bei Z.n. magen-Darm resektion oder gastrointestinale Erkrankungen mit veränderter Resobtion oder wenn bereits ein Diabetes mellitus diagnostiziert wurde. |
| Interpretation der Ergebnisse | Die Gabe einer definierten oralen Glucosemenge führt zu einem physiologischen Anstieg des Blutzuckers, Insulins und C-Peptids in Abhängigkeit von der Insulinsensitivität und der Beta-Zell-Funktionsreserve an. Indikation: 1. Diagnostik des manifesten Diabetes mellitus 2. Diagnostik der gestörten Glucosetoleranz 3. Diagnostik der gestörten Nüchternglucose. Die Bestimmung von Insulin und C-Peptid erfolgt hier fakultativ zur Beurteilung der Insulinsensitivität und der Beta-Zell-Funktionsreserve, zur Beurteilung der frühen Insulinantwort bei Personen mit Inselzellantikörpern (Verdacht auf Prädiabetes mellitus Typ 1) und zur Differenzialdiagnostik der Hypoglykämiesyndrome. Interpretation: 1.C-Peptid und Insulin basal Wert (nüchtern): Normal Befund bei schlanken Patienten gelten die folgenden Werte: Insulin: 3 - 11 mU/ml, C-Peptid: 0,8 - 3,9 ng/ml; für adipösen Patienten: Insulin: 3 - 25 mU/ml, C-Peptid: 0,8 - 3,9 ng/ml. 2. C-Peptid und Insulin nach 1 h und 2 h: Normal Befund bei schlanken Patienten): Insulin: etwa 6-facher Anstieg bis 60 mU/ml, C-Peptid: 2,7 - 5,7 ng/ml; für adipösen Patienten): Insulin: etwa 6-facher Anstieg bis 60 mU/ml, C-Peptid: 2,7 - 5,7 ng/ml; 3. Insulin 2 Stunden nach der Glucosebelastung: Erhöhte basale Werte und/oder überschießender Anstieg, C-Peptid: 2,7 - 5,7 ng/ml sprechen für Adipositas, Insulinresistenz oder Hyperinsulinämie bei Lebererkrankungen. 4. Insulin 2 Stunden nach der Glucosebelastung: Erniedrigte Werte, C-Peptid Erniedrigte Werte sprechen für Diabetes Mellitus Typ 1 oder Beta-Zellversagen. Die Glucose-Werte sind wie folgt: Normal Nüchternglucose: <100 (5,6) Gestörte Nüchternglucose: 100-125 (5,6-7,0) Gestörte Glucosetoleranz 2 Stunden-Wert: ≥140 und <200, (≥7,8 und <11,1) Diabetes mellitus: Nüchternwert: ≥ 126 (7,0), 2 Stunden-Wert: ≥ 200 (11,1) |
| Quellen/Referenzen | L. Thomas; Labor und Diagnose; 8 Auflage 2012; TH Books;C.-J.Partsch, P.-M. Holterhus, H. Mönig, W.G. SippellEndokrinologische Funktionsdiagnostik |
| Interne Laborbezeichnung | ogttinsfkt |
| Qualitätsmanagement-Status | nicht akkreditiert |
| Patientenvorbereitung | Der Test wird am Morgen am nüchternen Patienten im Sitzen oder Liegen durchgeführt. |
| letzte Änderung | 20.09.2025 05:09 |