mGluR5-AK i.L.

Synonyme Metabotroper Glutamatrezeptor 5 Antikörper
Verfahren ind. Immunfluoreszenz
Referenz-/Therapeutischer Bereich negativ
Material Liquor
Probengefäß Sonstiges
Probenvolumen 1 ml
Präanalytik Artfizielle Blutbeimengung vermeiden, ggfs. letzte Liquorportion verwenden, nachdem Liquor klar geworden ist. Versand kann bei Raumtemperatur in bruchgeschützten Transportbehältern und entsprechender Umverpackung erfolgen.
Stör- und Einflussgrößen Artifizielle Blutbeimengung kann falsch hohe Liquortiter vortäuschen.
Interpretation der Ergebnisse Die Untersuchung erfolgt mittels indirekter Immunfluoreszenz auf transfizierten HEK293T-Zellen, welche das humane mGluR5-Transkript exprimieren. Dieses wird mit Serum in einer Einstiegsverdünnung von 1:40 und Liquor von 1:2 über Nacht inkubiert und mit fluoreszierenden, anti-Humanem IgG (H+L) Sekundärantikörpern detektiert. Es erfolgt eine Gegenfärbung mit monoklonalen mGLuR5-Antikörpern. Gegebenenfalls erfolgt die Bestimmung der letzten noch positiven Verdünnung (Titer). ###Eine Indikation zur Testung besteht bei bisher seronegativen autoimmunen, limbischen Enzephalitiden (LE), die beste Sensitivität und Spezifität besteht bei Testung von Serum und Liquor. Bei mGluR5-AK positiven Befunden im Liquor und Serum besteht eine gesicherte mGluR5-AK-assoziierte LE. Diese ist häufig mit Hodgkin-Lymphomen assoziiert (Ophelia-Syndrom). Der Nachweis eines niedrigen Titers (≤1:80) nur im Serum ohne Nachweis im Liquor und ohne passenden Befund in der Rattenhirn-IHC (Neuropil-AK) kann unspezifisch sein (falsch-positiv). Die Testung erfolgt mit einem selbst entwickeltem , nicht akkreditiertem Testsystem.
Quellen/Referenzen 1.    Spatola M et al. Encephalitis with mGluR5 antibodies: Symptoms and antibody effects. Neurology; 2018 May 29;90(22):e1964\X96\72.
Interne Laborbezeichnung mglur5akl
Qualitätsmanagement-Status nicht akkreditiert
letzte Änderung 01.02.2026 05:03