Für die Diagnostik wird der native Liquor in einem sterilen Röhrchen benötigt.
Stör- und Einflussgrößen
Mit Blut kontaminierte Proben sollten für die PCR Diagnostik aus Liquor nicht verwendet werden, da es zu falsch positiven Ergebnissen führen kann.
Interpretation der Ergebnisse
Das Varicella-zoster-virus (VZV) kann zwei verschiedene klinische Krankheitsbilder verursachen: Varizellen (Windpocken) bei exogener Erstinfektion und Herpes zoster (Gürtelrose) bei endogener Reaktivierung. Nach der Erstinfektion persistiert VZV in den Spinal- und Hirnnervenganglien und führt bei Reaktivierung zu einem Herpes zoster. In der Regel sind immunsupprimierte oder ältere Patienten betroffen. VZV-Infektionen können zu Meningitis, Meningoenzephalitis, Myelitis, kranialer Neuritis, Ganglionitis und Radikulitis führen.
Indikation: Verdacht auf virale oder bakterielle Meningitis/Meningoenzephalitis. Die Testung auf VZV-DNA ist auch als Einzel-PCR möglich.
Befundinterpretation: Ein positives Ergebnis weist eine hohe Validität auf. Ein negativer Befund schließt eine VZV-Infektion im ZNS nicht aus. Im Verlauf kann zusätzlich die erregerspezifische Antikörper-Synthese gegen VZV bestimmt werden, der Antikörper-Index steigt in der Regel 10-14 Tagen nach dem Krankheitsbeginn an.