Keine Angabe eines Referenzbereichs möglich, da für die angegebenen Bedingungen kein Bereich bekannt ist. Spezifische Referenzbereiche können dem Leistungsverzeichnis auf der Homepage unseres Instituts (https://www.uksh.de/klinische-chemie/) entnommen werden.
Material
Serum
Probengefäß
Serum-Monovette
Probenvolumen
4 ml
LOINC
14682-9
Präanalytik
Blutentnahme vor der Gabe von Acetaminophen, N-Acetylcystein und Metamizol.
Stör- und Einflussgrößen
Creatinin niedrig: Immobilisation, geringe Muskelmasse. Falsch-nierige Werte durch Acetaminophen, N-Acetylcystein und Metamizol in therapeutischen Dosierungen. Rifampicin, Levodopa und Calciumdobesilat (z. B. Dexium) führen zu falsch niedrigen Creatininwerten. Creatinin erhöht bei Kraftsport und hohem Fleischkonsum.
Interpretation der Ergebnisse
Creatinin entsteht als Metabolit des Muskelstoffwechsels in Relation zur Muskelmasseund wird mit dem Harn ausgeschieden. Creatinin wird beim Gesunden ausschließlichglomerulär filtriert und tubulär weder sezerniert, noch rück-resorbiert. Dadurch eignet sich Creatinin ausgezeichnet als Clearance-Substanz. Die Creatinin-Konzentration im Plasma steigt erst an, wenn die Filtrationsrate ≤ 50% der Norm beträgt. Erhöhte Creatinin-Werte finden sich bei akutem Nierenversagen, chronischer Niereninsuffizienz, Minderdurchblutung der Nieren auf dem Boden einer Herz-Kreislauf-Schwäche undpostrenalen Harnwegsobstruktionen und bei Einnahme nephrotoxische Medikamente; cave: Paracetamol-Intoxikation (LeberTx)