Keine Angabe eines Referenzbereichs möglich, da für die angegebenen Bedingungen kein Bereich bekannt ist. Spezifische Referenzbereiche können dem Leistungsverzeichnis auf der Homepage unseres Instituts (https://www.uksh.de/klinische-chemie/) entnommen werden.
Material
EDTA-Blut
Probengefäß
EDTA-Monovette
Probenvolumen
1.3 ml
LOINC
789-8
Präanalytik
Stabilität: bei 15-25°C 24h
Stör- und Einflussgrößen
Andere Gerinnungshemmer als EDTA sind nicht geeignet, da durch sie die Zahl und Haltbarkeit der Thrombozyten geringer wird und durch osmotische Vorgänge die Zellvolumina vermindert werden.
Interpretation der Ergebnisse
Bedeutung: Erhöhungen der Erythrozytenzahl treten u.a. auf bei gesteigerter Bildung durch eine myeloproliferative Erkrankung (Polycythaemia vera), als Reaktion auf eine Hypoxie (Polyglobulie) und bei autonomer und auch bei exogener (z.B. Doping) Erythropoetin-Freisetzung, auch bei Änderungen des Plasmavolumens z.B. durch körperliche Belastung, organische Erkrankungen wie Herz- oder Lungeninsuffizienz, Schwangerschaft, Adipositas oder durch Exsikkose. Niedrige Erythrozyten-zahlen findet man bei allen Anämieformen sowie bei Blutverlust. (Die Werte können jedoch bei mikrozytären Anämien wie Eisenmangelanämie oder Thalassämie auch im oder sogar über dem Referenzbereich liegen.) Zur Differenzierung der Anämien sind Hämatokrit, MCH, MCV und MCHC zu betrachten.