Vit. B12 im Heparin-Plasma (ng/l)

Synonyme Cobalamin
Verfahren ECLIA
Einheit ng/l
Referenz-/Therapeutischer Bereich 197 - 771
Material Heparin-Plasma
Probengefäß Lithium-Heparinat-Monovette
Probenvolumen 2.5 ml
LOINC 2132-9
Präanalytik Blutentnahme nach 8-12h Nahrungskarenz.
Probe lichtgeschützt lagern und transportieren.
Interpretation der Ergebnisse Die Bestimmung von Vitamin B12 oder Folat ist diagnostisch bedeutsam für die Erkennung von Vitamin B12- oder Folatmangel, insbesondere im Umfeld der Differentialdiagnose der megaloblastären Anämie. Durch Vitamin B12-Mangel können megalozytäre Anämien entstehen. Unbehandelter Vitamin B12-Mangel führt zu rirreversiblen Degeneration des Zentralen Nervensystems. Dieser Mangel kann durch Diäten ohne Fleisch und bakterielle Produkte, Alkoholismus oder strukturelle/funktionelle Schädigung des Verdauungs- bzw. Resorptionsprozesses (Formen perniziöser Anämien) hervorgerufen werden. Als Hauptgründe für diesen Mangel gelten Malabsorption,hervorgerufen durch Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse, Magenatrophie oder Gastrektomie, Dünndarmerkrankungen, Verlust des intestinalen Vitamin B12-Bindungsproteins (Intrinsic-Faktor), Produktion von Autoantikörpern gegen dieses Bindungsprotein u. ä.

Indikation: Beurteilung megaloblastäre Anämie, funikuläre Myelose, Malabsorptionssyndrome.
Interpretation: Erniedrigt bei alimentären Ursachen, Intrinsic Factor Mangel, Parietal-Zell-Antikörpern, Magenteilresektion, Malabsorptionssyndromen, bakterieller, intestinaler Fehlbesiedelung oder schweren Leber-/Nierenschädigungen.
CAVE: Im Graubereich zwischen dem unteren Grenzwert und 350ng/l ist ein funktioneller Vitamin B12 Mangel nicht auszuschließen, siehe Holotranscobalamin.
Quellen/Referenzen https://www.labor-und-diagnose-2020.de/
Interne Laborbezeichnung b121h
Qualitätsmanagement-Status akkreditiert
letzte Änderung 26.10.2025 04:08