PTH, intakt

Synonyme Parathormon gesamt
Verfahren ECLIA
Einheit ng/l
Referenz-/Therapeutischer Bereich 17.3 - 74.1
Material EDTA-Plasma
Probengefäß EDTA-Monovette
Probenvolumen 1.3 ml
LOINC 2731-8
Präanalytik Die Probe bitte gekühlt ins Labor senden.
Interpretation der Ergebnisse Das Parathormon (PTH), ist ein Peptidhormon, welches in den Nebenschilddrüsen gebildet wird. Intaktes PTH besteht aus einer einzigen Polypeptidkette mit 84 Aminosäuren. Eine selektive Bestimmung des intakten Parathormons ermöglicht eine direkte Erfassung der sekretorischen Aktivität der Nebenschilddrüse. Die Hauptfunktion des Parathormons besteht in der Erhöhung des Serumkalziumspiegels durch Stimulation der Freisetzung von Kalzium aus dem Knochen sowie dessen Resorption im distalen Tubulus der Nieren. Im proximalen Tubulus stimuliert PTH die Synthese von Calcitriol, was wiederum die intestinale Resorption von Kalzium erhöht und eine endokrine Rückkopplung für die Sezernierung von PTH aus den Nebenschilddrüsen auslöst. PTH senkt außerdem die renale Resorption von Phosphat im proximalen Tubulus und somit das Serumphosphat. Indikation: Differentialdiagnose von Hyper- und Hypocalcämie, Osteopathie, Niereninsuffizienz, Nephrolithiasis, Nephrokalzinose.
Interpretation:
- Erhöhte Werte: Primärer und sekundärer Hyperparathyreoidismus, Pseudohypoparathyreoidismus, paraneoplastisch (sehr selten)
- Erniedrigte Werte: Hypoparathyreoidismus, Tumorhypercalciämie durch Produktion von PTH related peptide, multiple Myelom, Hyperthyreose, Sarkoidose, Vitamin-D-Überdosierung.
Quellen/Referenzen L. Thomas; Labor und Diagnose; 8 Auflage 2012;
Interne Laborbezeichnung pthe
Qualitätsmanagement-Status akkreditiert
letzte Änderung 26.10.2025 04:17