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| Verfahren | ECLIA |
| Einheit | µg/l |
| Alternative Messeinheit | µg/l |
| Referenz-/Therapeutischer Bereich | 3,9 - 26,8 |
| Material | Heparin-Plasma |
| Probengefäß | Lithium-Heparinat-Monovette |
| Probenvolumen | 2.5 ml |
| LOINC | 2284-8 |
| Präanalytik | Probe lichtgeschützt in das Labor transportieren. Blutentnahme nüchtern. |
| Stör- und Einflussgrößen | Hämolytische Proben sind nicht einsetzbar, da Erythrozyten Folsäure enthalten. Bei Patienten die mit Methotrexat oder Leucovorin behandelt werden ist eine Bestimmung nicht möglich (Kreuzreaktion). |
| Interpretation der Ergebnisse | Folsäure ist ein essentielles B-Vitamin, das an verschiedenen Methylierungsreaktionen des Nukleinsäure- und Aminosäurestoffwechsels beteiligt ist. Ein Folsäuremangel gehört zu den häufigsten Vitaminmagelzuständen in Europa, der meist auf Resorptionsstörungen beruht. Folat ist für den Stoffwechsel, die DNA-Synthese und eine normale Reifung und Entwicklung der Erythrozyten essentiell. Durch Folatmangel können nutritive und megalozytische Anämien entstehen Indikationen zur Bestimmung können sein: Makrozytäre/ hyperchrome Anämien (ggf. mit Leukpenie und Thrombopenie), Hyperhomocysteinämie, Mangelernährung, Therapie mit bestimmten Medikamenten (Antiepileptika, Daraprim, Pyrimethamin, Sulfasalazin), Hepatopathien, Hyperhomocysteinämie,chronischer Alkoholabusus, chronische Lebererkrankungen, atherosklerotische Gefäßerkrankungen, entzündliche Darmerkrankungen. Diese Zustände können mit erniedrigten Folsäure-Spiegeln einhergehen. |
| Quellen/Referenzen | Lothar Thomas: Labor und Diagnose, 6. Auflage, Frankfurt 2005 |
| Interne Laborbezeichnung | folh |
| Qualitätsmanagement-Status | akkreditiert |
| letzte Änderung | 09.10.2025 05:04 |