Transferrin

Verfahren Immunturbidimetrie
Einheit g/l
Referenz-/Therapeutischer Bereich 2.00 - 3.60
Material Serum
Probengefäß Serum-Monovette
Probenvolumen 4 ml
LOINC 3034-6
Interpretation der Ergebnisse Transferrin ist das Eisentransportprotein im Serum. Es ist ein Glycoprotein, dessen Synthese in der Leber, je nach Eisenbedarf und -reserven, kompensatorisch gesteigert werden kann. Bei Eisenmangel ist das Plasmatransferrin in der Regel erhöht. Die Transferrin-Bestimmung wird zur Differentialdiagnostik von Hyposiderinämien und bei Verdacht auf Hämochromatose eingesetzt.
Zur Eisenstoffwechseldiagnostik gehören neben Ferritin, der lösliche Transferrinrezeptor und die Transferrinsättigung (Transferrin/Serumeisen). Das Serumeisen hat für die Diagnose des Eisenmangels keine Bedeutung mehr. Bei erniedrigtem Ferritin liegt immer ein Eisenmangel vor. In Verbindung mit Hb-Erniedrigung besteht manifester Eisenmangel. Bei Hyperferritinämie trotz Eisenmangelsymptomen bei Entzündung, Infektion und Tumorerkrankung (s. CRP, PCT, Tumormarker) ist der lösliche Transferrinrezeptor erhöht. Auf einen Eisenmangel bei normalem oder erhöhtem Ferritin z.B. bei Autoimmunerkrankungen, Alkoholismus, Hepatopathien, Hypothyreose weißt ebenfalls ein erhöhter lösl. Transferrinrezeptor hin.
Quellen/Referenzen https://www.labor-und-diagnose-2020.de/ , Thomas, Lothar; Thomas, Christian; Heimpel, Hermann; Neue Parameter zur Diagnostik von Eisenmangelzuständen: Retikulozytenhämoglobin und löslicher Transferrinrezeptor; Dtsch Arztebl 2005; 102: A 580-586 [Heft 9]
Interne Laborbezeichnung trf4s
Qualitätsmanagement-Status akkreditiert
letzte Änderung 26.10.2025 04:08