Wegen fehlender Altersangabe ist keine Angabe eines Referenzbereichs möglich. Altersspezifische Werte können ggf. dem Leistungsverzeichnis auf der Homepage unseres Instituts (https://www.uksh.de/klinische-chemie/) entnommen werden.
Material
EDTA-Blut
Probengefäß
EDTA-Monovette
Probenvolumen
1.3 ml
LOINC
777-3
Präanalytik
Stabilität: bei 15-25°C 24h
Stör- und Einflussgrößen
Andere Gerinnungshemmer als EDTA sind nicht geeignet, da durch sie die Zahl und Haltbarkeit der Thrombozyten geringer wird und durch osmotische Vorgänge die Zellvolumina vermindert werden.
Interpretation der Ergebnisse
Bedeutung: Thrombozytosen (Thrombozythämien) finden sich bei Infektionen, malignen Tumoren und bei myeloproliferativen Erkrankungen, auch bei entzündlichen Erkrankungen sowie nach operativen Eingriffen und nach körperlicher Anstrengung. Thrombozytopenien, die eine erhöhte Blutungsneigung verursachen, können durch verminderte Bildung (hereditär/erworben, z.B. bei Chemotherapie), vermehrte Zerstörung (Antikörper) bzw. Verbrauch (disseminierte intravasale Gerinnung) oder durch vorzeitigen Abbau in einer vergrößerten Milz verursacht sein. EDTA kann durch Agglutinatbildung eine Thrombozytopenie vortäuschen (Pseudothrombozytopenie). Bei einem Verdacht auf eine Pseudo-Thrombozytopenie sollte die Thrombozytenzahl zusätzlich aus Citrat- oder Thromboexact-Blut gemessen werden.