| Interpretation der Ergebnisse |
Der sFlt-1/PlGF-Quotient bildet eine der Ursachen der Präeklampsie ab; nämlich die Bildung der soluble fms-like tyrosine kinase-1 (sFlt-1), die wiederum ein Antagonist des endothelialen Wachstumsfaktors Placental growth factor (PlGF) ist. Ein starker Überschuss von sFlt-1 im Vergleich zu PlGF gibt einen laborchemischen Hinweis auf das Risiko für eine Präeklampsie. Bei einem sFlt-1/PlGF-Quotienten <38 gilt eine Präeklampsie als sicher ausgeschlossen (NPV: 99,3%). In der Früschwangerschaft (bis einschließlich SSW 34+6) gilt eine Präeklampsie ab einem Quotienten von >85 als sehr wahrscheinlich (Spezifität: 99,5%, Sensitivität: 88,0%), ab SSW 35+0 gilt die Präeklampsie ab einem Quotienten von >110 als sehr wahrscheinlich (Spezifität: 95,5%, Sensitivität: 58,2%). Im Grenzwertbereich zwischen 38 und 85, bzw.110 ist das Risiko für die Entwicklung einer Präeklampsie in den nächsten vier Wochen erhöht, es ist eine engmaschige Kontrolle zu empfehlen. |